Die Ausgangslage: Am 01.09.2012 habe ich einen Vertrag über Vermögenswirksame Leistungen abgeschlossen, weil mein damaliger Arbeitgeber VL gezahlt hat.

Die monatliche Sparrate bei Vermögenswirksamen Leistungen ist nicht besonders hoch angesetzt. Um genau zu sein, darf der Arbeitgeber im Regelfall maximal 40 Euro im Monat dem Mitarbeiter gewähren. Aus diesem Grund und unabhängig von der Marktentwicklung empfand ich es als wichtig und richtig, die Kosten möglichst niedrig zu halten.

Ich habe zwei Dinge gemacht:

  1. Ein günstiges VL-Depot mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 12,00 Euro eröffnet.
  2. Einen günstigen thesaurierenden DAX-ETF mit 0,09 Prozent TER (Gesamtkostenquote) als Anlageprodukt gewählt.

Details zur Höhe und Dauer der Zahlung

Mein Arbeitgeber hat ab dem 27.09.2012 bis zum 28.09.2017 jeden Monat 30,00 Euro in das VL-Depot eingezahlt, insgesamt 1.830,00 Euro.

Davon betrug der Arbeitgeberanteil 13,29 Euro, welcher zum Bruttogehalt addiert wurde.

Ich habe vom netto 16,71 Euro dazugegeben, damit der Runde Betrag von 30,00 Euro zusammenkommt.

Rechne ich 16,71 Euro mal 61 Monate (27.09.2012 – 28.09.2017), habe ich 1.019,31 Euro eingezahlt.

Ich entschuldige mich, falls die Rechnung nicht 100 Prozent exakt sollte.

Anmerkung: Ich habe mein VL-Depot nach 5 Jahren aufgelöst. Wer Vermögenswirksame Leistungen insgesamt 7 Jahre (6 Ansparjahre + 1 Sperrjahr) hält, hat grundsätzlich Anspruch auf die staatliche Förderung. Damit der Anspruch entsteht, darf das zu versteuernde Einkommen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Die Höhe der Grenze richtet sich nach dem Anlageprodukt. Auch die Höhe der staatlichen Förderung richtet sich nach dem Anlageprodukt.

Wertentwicklung der Vermögenswirksamen Leistungen

Verkauf mit einem Gewinn von 465,09 Euro.

Wertentwicklung der Vermögenswirksamen Leistungen (grafisch)

Wie könnte ich handeln, wenn der DAX zum Zeitpunkt des Verkaufs am 03.01.2018 in der Verlustzone gewesen wäre?

Ich hätte einen Verlust realisieren können.

Oder, ich kann den Verlust aussitzen und später verkaufen, sobald sich der DAX-Index erholt hat.

Oder, ich kann das VL-Depot zum neuen Arbeitgeber mitnehmen und weiter sparen.

Oder, ich kann das VL-Depot vererben.

Was mache ich mit dem Geld?

295,09 Euro werde ich verprassen.

Die restlichen 2.000,00 Euro kommen in die Krise & Baisse-Kasse.

Abschließende Gedanken

Haben oder Nichthaben, das ist hier wohl der abschließende Gedanke.

Kleine Beträge summieren sich mit der Zeit, ohne das wir davon Wind bekommen.

Hätte ich diesen VL-Vertrag vor 5 Jahren nicht abgeschlossen, hätte ich heute keine 2.295,09 Euro.

Und ich habe das „Chef-Sparen“ nicht mal mitbekommen, weil der Prozess automatisiert ist und mein monatlicher Anteil von 16,71 Euro wohl niemanden so richtig vom Hocker haut.

Des Moosmanns Rat: Fragen Sie, ob ihr Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen zahlt.

Sie können mit Vermögenswirksamen Leistungen:

  • eine Immobilie teilfinanzieren,
  • betrieblich für die Rente vorsorgen,
  • mit Wertpapieren Vermögen bilden.

Wenn Sie mehr über Vermögenswirksame Leistungen erfahren möchten, empfehle ich ihnen mein Handbuch.

Im Handbuch: „Wie Sie mit Geld vom Chef eine Immobilie teilfinanzieren, betrieblich für die Rente vorsorgen oder mit Aktien Vermögen bilden“ (*), erfahren Sie, wie Sie am besten Vorgehen und wie Sie das Meiste mit Vermögenswirksamen Leistungen herausholen.